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Was ist der Mobilitätsmasterplan? Eine („aus“)gezeichnete Erklärung bringt es auf den Punkt. Anzusehen hier.


Abschlussbericht MoMaK 2035

Die Abschlussberichte finden Sie hier:

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Ergebnisprotokolle der einzelnen Arbeitsguppen

Letter of Intent

Ergebnisprotokolle der einzelnen Arbeitsguppen



Projekte Öffentlicher Verkehr und Verkehrsplanung 2013 bis 2017


Ergebnisprotokolle der einzelnen Arbeitsguppen



Masterplan Radfahren Klagenfurt


zum Interview



Regierungssitzung 7 - Mobilitäts Masterplan Kärnten – wichtiges Thema der Regierungssitzung


LR Holub: Masterplan als bedeutendes Update für Kärntens Verkehrspolitik – Anteil des öffentlichen Verkehrs und des Radverkehrs sollen bis 2035 verdoppelt werden

12.07.2016

Nach der Präsentation in der vergangenen Woche passierte der „Mobilitäts Masterplan Kärnten 2035“ (MoMaK) heute, Dienstag, die Regierungssitzung. Verkehrsreferent Rolf Holub informierte dabei das Kollegium über die neuen verkehrspolitischen Ziele Kärntens: „Das bisherige Gesamtverkehrskonzept des Landes war über 20 Jahre alt. Es hat daher ein dringendes Update benötigt. Mit dem Mobilitätsmasterplan haben wir einen wesentlichen Schritt in Richtung einer modernen Verkehrspolitik gemacht“, so Holub.


Er erinnerte dabei an die Arbeitsgruppen mit Expertinnen und Experten sowie den wichtigsten Interessensgruppierungen und an die 40 BürgerInnendialoge in den Gemeinden: „Der Masterplan steht auf einer sehr breiten Basis. Seine Maßnahmen bringen wesentliche Verbesserungen für den umweltfreundlichen Verkehr mittels Bahn, Bus, Elektromobilität, Rad und Fuß“.


Allein durch das ausverhandelte „Kärnten-Paket“ mit der ÖBB werden bis 2023 zusätzlich rund 60 Millionen Euro für Bahninfrastrukturprojekte in Kärnten investiert. Der Schwerpunkt liege dabei auf den sehr erfolgreichen S-Bahn-Linien, die ausgebaut (S3) und neu eingerichtet (S4 zwischen Villach und Hermagor) werden. Die Modernisierung von Bahnhöfen, die vollständige Elektrifizierung des Personenverkehrs, Barrierefreiheit und Sicherheitsmaßnahmen runden das Paket ab.


Mit dem Mobilitätsmasterplan sollen zudem landesweit Mobilitätsknoten entstehen und somit eine dichte Vernetzung zwischen ländlichem Raum und Zentralraum sichergestellt werden: „ In jeder Gemeinde soll zumindest ein Mobilitätsknoten entstehen und die verschiedenen Mobilitätsangebote wie Bahn, Bus, E-Mobilität, Rad, Car-Sharing, bündeln“, erklärte Holub.


Ein verstärkter Ausbau des Stadt- und Regionalbusverkehrs sei mit dem MoMaK ebenso geplant wie die Fuhrparkumstellung des Landes auf mehr E-Mobilität und mehr Nutzung des Öffentlichen Verkehrs: „Das Land möchte hier mit gutem Beispiel vorangehen“, so Holub. Der MoMaK sei ein wesentlicher Beitrag zu einer besseren Mobilität und zu mehr Umwelt- und Klimaschutz. Seitens der Sozialpartner gab es auch große Zustimmung zum MoMaK, zeigte sich Holub erfreut.


Neues Gesamtverkehrskonzept: Mobilitäts Masterplan Kärnten 2035 wurde präsentiert

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LH Kaiser: Plan ist wichtig für Polylog - Mut und Querdenken sind gefragt - LR Holub: MoMaK schafft moderne Mobilitätsmöglichkeiten - In jeder Gemeinde soll Mobilitätsknoten entstehen

06.07.2016


Mit dem „Mobilitäts Masterplan Kärnten 2035“ soll Kärnten ein neues Gesamtverkehrskonzept bekommen. Der „MoMaK 2035“ wurde heute, Mittwoch, vor 270 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Pörtschach präsentiert: Seitens des Regierungskollegiums waren Landeshauptmann Peter Kaiser und Verkehrsreferent LR Rolf Holub vor Ort.


Landeshauptmann Peter Kaiser stellte in der Fragerunde mit Moderator Bernhard Bieche fest, dass in Bezug auf die Mobilitätsentwicklung in den nächsten Jahren eine Haltung von Nöten sein werde, bei der Mut und Querdenken gefragt sein werden. „Kärnten ist kritisch. Der Plan ist wichtig für den Polylog. Manches ist auf Schiene, vieles noch immanent. Neben dem MoMaK hat daher auch die Strategische Landesplanung eine große Bedeutung. Eines ihrer Ziele wird es sein, die verschiedenen Strategien zu vereinen“, betonte Kaiser


Der Landeshauptmann zeigte sich erfreut, dass es im Land den Willen gebe, etwas zu tun, auch wenn nicht alles außer Streit gestellt sei. „Die Politik und Mobilität sind ein dynamischer Prozess. Auch wenn der Plan auf Grund diverser demographischer Entwicklungen in den nächsten 20 Jahren noch öfter angepasst wird, ist die Priorisierung wichtig. Und dafür werden wir Gelder frei machen“, betonte er. Dazu zählen für ihn auch die Pilotprojekte wie beispielsweise die Alternative Mobilitätsregion Gailtal. „Sie wird mit ihren Mobilitätsknoten für alle Verbesserungen bringen“, ist sich Kaiser sicher.


„Über 1.000 Kärntnerinnen und Kärntner und zahlreiche Expertinnen und Experten haben am Masterplan mitgearbeitet. Mit den geplanten Maßnahmen und den vorliegenden Vorschlägen werden wir in den nächsten Jahren moderne Mobilitätsmöglichkeiten für die Kärntnerinnen und Kärntner schaffen“, betonte Initiator Verkehrsreferent Rolf Holub in seinem Eingangsstatement.


Der Masterplan sieht eine Anteils-Verdoppelung des Öffentlichen Verkehrs sowie des Radverkehrs in Kärnten vor. Für dieses Hauptziel wurden sieben Leitprinzipien festgelegt: erreichbar, vernetzt, umweltfreundlich, sicher, kooperativ, ressourcenschonend & effizient sowie fair & gesund sind die Maßstäbe für die zukünftige Kärntner Verkehrspolitik.


Mit der landesweiten Errichtung von Mobilitätsknoten soll eine dichte Vernetzung zwischen ländlichem Raum und Zentralraum sichergestellt werden. In jeder der 132 Kärntner Gemeinden soll zumindest einer dieser Mobilitätsknoten entstehen, an denen die bestehenden Mobilitätsangebote wie Bahn, Bus, E-Mobilität, Rad, Car-Sharing, etc. gebündelt werden: „Der ausgedünnte Linienverkehr ist gerade in ländlichen Regionen nicht die Lösung für eine optimale Versorgung mit Öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bündelung des Angebots an Mobilitätsknoten und eine dichte Vernetzung der Knoten untereinander ist der bessere Weg. Bestehende Verkehrsangebote können damit besser aufeinander abgestimmt werden“, erklärte Holub.


Das Angebot von Bus und Bahn werde zudem verbessert und ausgebaut: Die Einführung eines integrierten landesweiten Taktfahrplans sowie ein verstärkter Ausbau des Stadt- und Regionalbusverkehrs sind ebenso Teile des Masterplans wie das „ÖBB-Kärnten-Paket“, das wesentliche Verbesserungen an den bestehenden drei S-Bahn-Linien bringt. Zudem wird mit der S4 ab Dezember 2016 eine neue S-Bahn-Linie zwischen Villach und Hermagor in Betrieb gehen und eine Reihe an Bahnhöfen modernisiert: „Die regionale Bahninfrastruktur wird mit dem MoMaK weiter ausgebaut. Die Schiene wird als Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs weiter gestärkt“, so Holub.


Auch die Förderung der E-Mobilität ist Teil des Masterplans. E-Schnellladestationen werden ausgebaut, der landeseigene Fuhrpark zu einem Teil auf E-Autos umgestellt. Die internationale Erreichbarkeit Kärntens, eine barrierefrei mögliche Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel sowie umfassende elektronische Informationsmöglichkeiten über die Verkehrsverbindungen und ein einfaches, elektronisches Ticketing sind weitere Herzstücke des MoMaK. Auch Maßnahmen zu einer erhöhten Verkehrssicherheit sollen umgesetzt werden: Die Verkehrsinfrastruktur soll nach Sicherheitskriterien ausgebaut werden, insbesondere an Schulwegen.

Der Masterplan sieht ebenso die Erhaltung des Straßennetzes vor wie einen bedarfsgerechten Um- bzw. Ausbau von Landesstraßen wie der B100 (Drautal Straße), der B317 (Friesacher Straße) oder der S37.


Eine Tarifvereinheitlichung werde ebenso angestrebt wie die Erarbeitung neuer Ticket-Modelle für den Öffentlichen Verkehr: „Der MobilitätsMasterplan setzt die Rahmenbedingungen für einen modernen und sich stark verändernden Mobilitätsbereich. Alternative Mobilitätslösungen bieten nicht nur einen Mehrwert für die Bevölkerung, sondern sind auch für den Wirtschaftsstandort Kärnten unerlässlich. Last but not least leistet der MoMaK einen wertvollen Beitrag zu weniger Umweltbelastung und mehr Klimaschutz. Auch davon profitiert Kärnten als Tourismusstandort, der sich vor allem über eine intakte und wertvolle Umwelt und Natur definiert“, betonte Holub.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LR Holub

Redaktion: Rauber/ Zeitlinger

Fotohinweis: LPD/Peter Just


Mobilitäts Master Plan 2: Siegerteam des "1. Hackathon Kärntens" wurde prämiert

LR Holub überreichte Siegerscheck – Abteilungsleiter Kreiner: Größte MoMaK-Herausforderung war, Barrieren abzubauen

Klagenfurt (LPD). Im Rahmen der Veranstaltung erläuterte der zuständige Abteilungsleiter Albert Kreiner (Abteilung 7: Wirtschaft, Tourismus Infrastruktur und Mobilität) die MoMaK-Herausforderungen, und Ziele und stellte die Pilotprojekte vor. Zudem gab es einen Prozessentwicklungs-Rückblick von Entwicklungsberater Gerald Hackl, Die zentralen Ergebnisse wurden von Mobilitätsstrategen Andreas Freidwagner (Firma Verracon) vorgestellt. Prämiert wurde das Siegerteam des 1. Kärntner „Hackathons“. Die Keynote zum Thema „Notwendiger Wandel, Zukunftsfähigkeit und Eigenverantwortung für MoMaK Umsetzung“, hielt der bekannte deutsche Management Autor Reinhard Sprenger.


„Die große Herausforderung war es für uns, Barrieren abzubauen. schräg zu denken, neue Wege zu beschreiten und mutig sein“, gab Krainer bekannt. Allen die an der Realisierung des Plans mitgearbeitet haben, dankte er, insbesondere seinen Abteilungsmitarbeitern Hans Schuschnig und Peter Zenkl. „Mitgewirkt hat ganz Kärnten. Es gab 40 Veranstaltungen, über 1.000 Bürger waren eingebunden und von ihnen kamen 600 Ideen. Aus letztendlich 30 Ideen sind derzeit neun Pilotprojekte in Ausarbeitung.


Den "1.„Hackathon Kärnten“ stellten Sabrina Schifrer und Martina Linzer vor. „30 internationale Techniker, Programmierer, Designer und Mobility Experten aus zehn Nationen aus dem Alpe-Adria Raum trafen sich 48 Stunden zu einer Mission, um eine neue, umweltfreundliche Lösung für das ticketlose Verkehrssystem in Kärnten zu erarbeiten“, beschrieben sie ihn. Aus den sechs Teams ging das Team „Koo-Koo“ (Deutsch: Kuckuck) mit Rafael Jonach (Kärnten), Sergii Zhevzhyk (Ukraine), Sven Graziani (Kärnten) und Channa Karunkathilake (Sri Lanka) als Sieger hervor. Ihnen überreichte Holub den Siegerscheck in der Höhe von 5.000 Euro. Weitere Pilotprojekte sind die „Alternative Mobilitätsregion Gailtal“, die „E-Mobilität Ebenthal“, der „Mobilitätsmasterplan Moosburg“ (MMM), die „Alternative Mobilität Unteres Drautal“ (AMUD), die „Zukunft Mobilität Lavanttal“ (ZML), die „Betriebliche Mobilität Mahle“, der „Mobilitätsknoten Mallnitz“ und das „Mobilitätskonzept Treibach-Althofen“.


Hackl berichtete, dass es in den letzten eineinhalb Jahren 40 Bürgerveranstaltungen, 16 Arbeitsgruppensitzungen und drei begleitende Beiratssitzungen gegeben haben. „Die Fachexperten haben die Ergebnisse zusammengefasst, erstellten drei Detailberichte. Aus 250 Seiten wurde dann der MoMaK das langfristige Strategiepapier mit 70 Seiten“, teilte er mit. Für die Umsetzung bedürfe es in den nächsten 20 Jahren eines partizipativen Prozesses.


Für Freidwagner ist es wichtig, dass mit dem MoMaK glaubhafte Ziele formuliert werden und Schwerpunkte gesetzt werden. Zudem seien Kooperationen mit der Bevölkerung und den Kommunen zu suchen und der Mobilitätsdiskurs gehöre intensiv geführt. „Das Ziel muss dann der Konsens sein und das Bewusstsein für den öffentlichen Verkehr gehört geschärft“, betonte er. Zu verbessern in den nächsten 20 Jahren seien Bahn- und Busangebote. Zudem müsse man Stadtpotentiale, wie Busspuren fördern.


I N FO: http://www.mobilitaetsmasterplankaernten.at/

Rückfragehinweis: Büro LR Holub, Abteiilung 7

Redaktion: Michael Zeitlinger

06. Juli 2016

Nr. 600, 3.100 Zeichen

Fotohinweis: LPD/Peter Just


Abschlusspräsentation MobilitätsMasterplanKärnten - MoMaK 2035

6. Juli 2016, 9.30 - 12.00 Uhr, Congress Center Pörtschach am Wörthersee/Brahmssaal

Präsentation der Abschlussveranstaltung



Green-Rally im Rahmen des Wörthersee autofrei

Sonntag, 17. April 2016 von 10 bis 17 Uhr

Der Kärntner Energiemasterplan und der Kärntner Mobilitätsmasterplan sind in Bewegung - Infos an Stationen rund um den See abholen und tolle Preise gewinnen! zum Artikel


3. Arbeitsgruppensitzung MoMaK 2035

Schwerpunkt der 3. Arbeitsgruppensitzung war die Diskussion, Weiterentwicklung und Konkretisierung der MOMAK Maßnahmenvorschläge.

Details siehe .


Zwischenveranstaltung MoMaK 2035: Mobilität anders denken!

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Rückfragehinweis: Büro LR Holub

Redaktion: Rauber/Stirn

25. November 2015, 9.30 – 12.00 Uhr, Großer Saal der BKS, St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt


LR Holub: Begleitveranstaltung beschäftigte sich mit modernen Mobilitätsalternativen - Über 650 konkrete Vorschläge wurden in Gemeinde-Workshops erarbeitet


„Mobilität anders denken!“ - mit diesem Appell begrüßte heute, Mittwoch, VerkErgebnisprotokolle Arbeitsgruppensitzungehrsreferent Rolf Holub rund 200

interessierte Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu einer Begleitveranstaltung im Rahmen des Mobilitätsmasterplans 2035 in Klagenfurt.

In den vergangenen Wochen wurden in insgesamt 38 Bürgerinnen- und Bürgerdialogen in den Gemeinden die

Mobilitätsbedürfnisse gemeinsam mit den Kärntnerinnen und Kärntnern erhoben, betonte Verkehrslandesrat Rolf Holub in seiner Eingangsrede. Es sei das Ziel gewesen, Anregungen, Ideen und Probleme der Bevölkerung in Bezug auf ihre Mobilität aufzunehmen. Insgesamt seien in den Workshops über 650 konkrete Vorschläge mit der Bevölkerung erarbeitet worden. Diese werden nun in die Erstellung des Masterplans einfließen: „Jeder hat die Chance bekommen, sich aktiv einzubringen und ich bedanke mich bei allen engagierten Menschen für ihre Mitarbeit am Mobilitätsmasterplan. Wir sind zu den Menschen gegangen und es sind viele tolle Vorschläge und Inhalte gekommen. Die Transparenz des Prozesses ist uns dabei immer wichtig gewesen“, so Holub im Rahmen der Veranstaltung. Man müsse alte Systeme und Strukturen aufbrechen und Infrastruktur so gestalten, dass sie Menschen helfe und nicht ausschließlich Interessensvertretungen und Lobbies, betonte Holub.

Daher sollen in Zukunft große und kleine Mobilitätsknoten in allen Kärntner Gemeinden entstehen, die verschiedene Mobilitätsarten kombinieren und zusammenführen. Mit einer effektiven Verknüpfung der Mobilitätsknoten untereinander entstehe so ein modernes Kärntner Mobilitätssystem.

Als Gastredner der Veranstaltung konnte der Schweizer Verkehrsexperte und Philosoph Prof. Jürg Dietiker gewonnen werden. Dietiker sprach über eine notwendige Bewusstseinsänderung in der Mobilität und vertrat dabei die These, dass das menschliche Mobilitätsbedürfnis unersättlich sei. Gerade daher sei es wichtig, am Mobilitätsverhalten der Menschen anzusetzen.

Man solle sich nicht mit der ständigen Beseitigung von Engpässen aufhalten und Verkehr immer mit Autofahren

gleichsetzen, erklärte Dietiker. Kärnten sei mit einer speziellen Herausforderung im Mobilitätsbereich konfrontiert: „Einem Zentralraum mit verhältnismäßig dichtem Verkehr stehen periphere Räume gegenüber, in denen es gilt, Verkehrsangebote aufrechtzuerhalten“, so Dietiker. Solche Beispiele gäbe es selbstverständlich auch in der Schweiz, so etwa im Raum Luzern. Dietiker präsentierte Lösungsmodelle, die in der Schweiz umgesetzt wurden. Mit den 38 Bürgerinnen- und Bürgerdialogen und den zahlreichen Expertinnen- und Expertensitzungen sei die bisher geleistete Arbeit im Mobilitätsmasterplan beeindruckend, so Dietiker. Er zeigte sich überzeugt, dass der Mobilitätsmasterplan das richtige Instrument für die zukünftigen Weichenstellungen im Kärntner Mobilitätsbereich sei.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden bereits umgesetzte Best-Practice-Beispiele moderner Mobilität

präsentiert, so etwa das touristische Mobilitätskonzept der Tiroler Gemeinde Serfaus, das betriebliche

Mobilitätsmanagement der „Omicron electronics GmbH“ und das Ruftaxi-Projekt „Assling Mobil“ der Osttiroler

Gemeinde Assling.

INFO: Jürg Dietiker, 1946, Prof. dipl. Ing, Ingenieur und Planungsethiker, ist seit den 1970er-Jahren als Verkehrs- und

Raumplaner tätig und führt seit 1984 ein eigenes Planungsbüro in Brugg. Dietiker ist Professor für Verkehr und

Städtebau an der ZHAW Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften. Seine Arbeits- und

Forschungsschwerpunkte liegen in der nachhaltigen Verkehrsplanung und in der Ergründung des Mobilitätsverhaltens.

Er leitete Forschungsprojekte (NFP, SVI, VSS) in den Bereichen Verkehr, Umwelt, Mobilitätsverhalten und

Projektierungsgrundlagen. 2003 schloss er den Master MAE Universität Zürich für angewandte Ethik ab.


Präsenationsunterlagen der Veranstaltung finden Sie


Für Kärnten wichtige Gespräche bei Open Days in Brüssel LR Holub im Oktober 2015 auf zweitägigem Arbeitsbesuch in Hauptstadt Europas

Ein dichtes Programm absolvierte Kärntens Mobilitäts-, Umwelt- und Energielandesrat Rolf Holub bei seinem offiziellen Arbeitsbesuch im Rahmen der Open Days 2015 in Brüssel. In zahlreichen Treffen und Gesprächen mit regionalen Ministerinnen und Ministern sowie Expertinnen und Experten konnte Holub wichtige Projekte für Kärnten thematisieren und auf EU-Ebene besprechen.

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Neben der Moderation eines Workshops mit dem Titel „Green Business for the Benefit of Regions in meeting EU Environment Legislation“ traf Holub mit Ard van der Tuuk, Minister für Europäische Angelegenheiten der niederländischen Region Drenthe, zusammen um Eckpunkte im Bereich des ENCORE-Netzwerks (Environmental Conference of the Regions of Europe) zu bearbeiten. Kärnten ist im September 2016 Gastgeber der internationalen Umweltkonferenz, die unter dem Motto „Regions Taking Action - Alliances on Climate Change and Green Economy“ ausgerichtet wird. Aufbauend auf den Energiemasterplan Kärnten stellt auch das Thema einer umweltfreundlichen Mobilität eine große Herausforderung für die Regionen dar.


Koralmtunnels sowie über den Schienenverkehrs-Güterkorridor „Alpine-Western Balkan“ austauschen. Der geplante Bahnkorridor soll unter anderem die Strecke Salzburg - Villach - Ljubljana - Zagreb weiter über Belgrad und Sofia an die Bulgarisch-Türkische Grenze umfassen und die Verbindung nach Südosteuropa stärken. Aufgrund der ursprünglichen Initiative Kärntens werden nun von Sloweniens und den vom Korridor berührten Staaten erneut die Bemühungen aufgenommen, diesen Korridor in das TEN-T Netz der Europäischen Union im Zuge der Revision des Verkehrsnetzes im Jahr 2023 aufzunehmen. Ein entsprechender „Letter of Intent“ wurde dazu von den Verkehrsministern der betroffenen Staaten am 8. Oktober 2015 in Luxemburg unterzeichnet.


Bei den Open Days handelt es sich um ein viertägiges Zusammentreffen von Vertreterinnen und Vertretern der europäischen Städte und Regionen. Sie zeigen die Bedeutung der regionalen und lokalen Ebene für die Europäische Union auf und dienen sowohl der Vernetzung untereinander als auch der inhaltlichen Abstimmung. Über 6.000 Teilnehmende arbeiten dabei in rund 100 Workshops zu verschiedensten Themenbereichen.“


Bürgerbeteiligungsworkshops in den Gemeinden

Von 17. September 2015 - 23. November 2015 finden Bürgerbeteiligungsworkshops in den Gemeinden statt. Die Termine finden sie hier.


2. Arbeitsgruppensitzung MoMaK 2035

26. Juni, 8.30 - 12.30 Uhr, Konzerthaus/Kärntner Landesregierung

Schwerpunkt der 2. Arbeitsgruppensitzung war die vertiefte Auseinanersetzung mit den strategischen Themen Micro ÖV, ÖV und Tourismus, Radstrategie Kärnten, Kategorisierung .

Details siehe .


1. Arbeitgruppensitzung MoMaK 2035

27. Mai, 13.00 - 18.00 Uhr, Konzerthaus/Kärntner Landesregierung

Schwerpunkt der 1. Arbeitsgruppensitzung war die vertiefte Analyse in den unterschiedlichen vier Arbeitsgruppen und Ableitung der strategischen Schwerpunkte für die weitere Bearbeitung.

Details siehe .

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MoMaK 1. AG-Sitzung

Fotohinweis: Büro LR Holub

Auftaktveranstaltung MoMaK 2035

7. Mai 2015, 9:00 - 12:00 Uhr, Großer Saal der BKS, St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt
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MoMaK Auftaktveranstaltung

Redaktion: Rauber/Sternig

Fotohinweis: Büro LR Holub


LR Holub: Neues Gesamtverkehrskonzept soll umweltfreundliche Mobilität stärken und ab 2016 umgesetzt werden – 40 Gemeindeveranstaltungen sorgen für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

07.05.2015


Mit einer Auftaktveranstaltung in Klagenfurt fiel heute, Donnerstag, der Startschuss zum „Mobilitäts Masterplan Kärnten 2035“, der in den kommenden Monaten den Grundstein für ein neues Gesamtverkehrskonzept des Landes legen soll. Erarbeitet wird dabei ein Fahrplan für die Verkehrsplanung und Verkehrspolitik der nächsten 20 Jahre.


Auf Initiative von Verkehrsreferent Rolf Holub wird mit den wichtigsten Stakeholdern im Verkehrsbereich und unter breiter Einbindung der Bevölkerung am zukünftigen Mobilitätskonzept für Kärnten gearbeitet. Als Zielvorgabe gilt dabei der Schlüssel „20-40-40“: Vom Gesamtverkehr sollen 20 Prozent auf den Öffentlichen Verkehr entfallen, 40 Prozent auf Fuß- und Radverkehr sowie 40 Prozent auf den PKW-Verkehr: „Unser Ziel ist ein nachhaltiges, umweltfreundliches, sicheres und effizientes Gesamtverkehrssystem für Kärnten. Dabei gilt es, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu stärken und eine bestmögliche Vernetzung aller Mobilitätsangebote zu garantieren. Eine gute Erreichbarkeit der Regionen und ein starker Zentralraum sind dabei die wesentlichen Schlüssel“, erklärte Holub im Rahmen der Veranstaltung. Mit Kreativität an mutigen Visionen, an neuen Wegen und an einer neuen Mobilität zu arbeiten sei dabei das Wichtigste.


Der Mobilitätsmasterplan wird in vier Arbeitsgruppen mit Expertinnen und Experten und in rund 40 Gemeindeveranstaltungen erarbeitet und ab 2016 umgesetzt. „Von besonderer Bedeutung dabei ist die breite Beteiligung der Kärntnerinnen und Kärntner, denn Mobilität ist für sehr viele Menschen zentraler Bestandteil ihres Alltags“, so Holub. Die Gemeindeveranstaltungen werden daher auch alle 132 Gemeinden abdecken. „Jeder Gemeinde wird es somit ermöglicht, am Mobilitätsmasterplan mitzuarbeiten“, berichtete Holub.


Auf Einladung des Landes hielt der renommierte Mobilitäts- und Zukunftsforscher Stephan Rammler, Mitglied des Instituts für Transportation Design in Deutschland, eine Keynote über die Zukunft unserer Mobilität. Rammler skizzierte darin aktuelle Trends und Entwicklungen im Verkehrsbereich und wie diese für eine neue Mobilität genutzt werden können. Er plädierte dabei für eine zukunftsfitte Verkehrsplanung im Sinne jener Menschen, „die heute noch keine Stimme haben“. Rammler strich die wachsende Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements im Mobilitätsbereich hervor. „Der Staat kann seiner Rolle als Daseinsversorger immer weniger nachkommen, daher sind gerade im ländlichen Raum innovative Konzepte gefragt“, meinte Rammler. Er betonte ebenso die Wichtigkeit der Gemeindeebene für moderne Mobilitätslösungen und appellierte an die anwesenden Bürgermeister, den Herausforderungen mit Mut und Offenheit zu begegnen.


Über 170 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und dem Verkehrsbereich tauschten sich im Anschluss an die Auftaktveranstaltung über ein neues Gesamtverkehrskonzept für Kärnten aus. Tenor dabei: Der „Mobilitäts Masterplan 2035“ soll die Grundlage für eine moderne Mobilität in Kärnten legen.



Weitere Meldungen zur Auftaktveranstaltung


Zukunftsprofessor Stephan Rammler im Interview mit Jochen Bendele, Kleine Zeitung


Bericht Kärntner Woche


Videobericht zur Veranstaltung

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MoMaK 2035 auf einen Blick

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