Expertenmeinungen

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Für die Bevölkerung des Görtschitztales gibt es keine Gesundheitsgefährdung durch die HCB-Belastung. Das garantierten Experten nach dem aktuellen Wissenstand bei den HCB-Informationsveranstaltungen in Brückl und Klein St. Paul, am Freitag, 12. Dezember 2014. Weitere Analysen laufen, um völlige Gewissheit zu erhalten. Darauf aufbauend werden Maßnahmenbündel für alle Bereiche ausgearbeitet und in weiterer Folge umgesetzt.


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„Die Bevölkerung im Görtschitztal hat keine Gesundheitsgefährdung durch HCB erlitten“, garantierte Michael Kundi von der Medizinischen Universität Wien. St. Paul, am Freitag, 12. Dezember 2014.

„Die Dosis macht das Gift. Laut Untersuchungen ist bei der geringen Menge des freigesetzten HCB keine mittelfristige Gesundheitsgefährdung zu erwarten“, erklärte der Experte. HCB sei in den 50er- und 60er-Jahren als Fungizid verwendet worden, „wir alle haben es daher noch in unseren Körpern“. Der Stoff sei seit langem in der Umwelt vorhanden, überall auf dem Globus.


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„Selbst wenn man von einer Emission von zwei Jahren ausgeht, reicht die Dosis im Körper nicht aus, um eine Krebsgefährdung zu erzeugen“, sagte Toxikologe Winfried Bursch. Grenzwerte seien als Alarmwerte zu verstehen, es gebe stets einen Sicherheitspuffer. „Wenn ein Grenzwert überschritten wird, heißt das nicht gleich, dass ein Schaden entstanden ist“, so Bursch. Vielmehr sei dies ein Signal, tätig zu werden.


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Auch Johann Steinwider von Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) kommt zu demselben Schluss. Es habe zwar eine Überschreitung von Grenzwerten und auch von toxikologischen Werten gegeben, sagte Steinwider. „Bis zu einer echten Gesundheitsgefährdung ist jedoch noch ein großer "Sicherheitspuffer" eingebaut. Und dieser ist bei weitem nicht erreicht worden“, so Steinwider.


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„Über den Boden kommt nicht viel HCB in Pflanzen, mehr kommt über die Luft, eine Aufnahme ist hier abhängig von der Blattgröße. Das Ökosystem sollte in der nächsten Vegetationsperiode wieder weitestgehend sauber sein“, so Umweltbundesamtsexperte Karl Kienzl. Spazierengehen oder im Freien spielende Kinde seien nach den vorliegenden Ergebnissen jedenfalls "überhaupt kein Problem."